News & Aktuelles

06. März 2025

DPVKOM kritisiert Stellenabbau bei der Deutschen Post!


„Die heutige Ankündigung der Deutschen Post, im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland in diesem Jahr rund 8.000 Stellen abbauen zu wollen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten in diesem Bereich und wird den ohnehin vorhandenen Personalmangel in der Zustellung nochmals verschärfen!“ Mit diesen Worten kritisiert die Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft DPVKOM, Christina Dahlhaus, den geplanten Kahlschlag beim Personal.

Dahlhaus weiter: „Der Vorstand der Deutschen Post ist auf dem besten Weg, das Deutschland-Geschäft des Unternehmens vor die Wand zu fahren. Durch diesen Stellenabbau nehmen die Arbeitsbelastung und -verdichtung der vorhandenen Mitarbeitenden in der Zustellung und in den Brief- und Paketzentren weiter zu. Die Beschäftigten arbeiten jetzt schon am Limit und oft darüber hinaus. Wenn der Bereich der Zustellung nicht komplett zusammenbrechen soll, brauchen wir mehr, nicht weniger Personal.“ So haben bereits im vergangenen Jahr rund 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen aus eigenen Stücken verlassen, weil sie unter den gegebenen Arbeitsbedingungen nicht mehr arbeiten wollen oder können. Nun sollen noch einmal 8.000 Arbeitsstellen abgebaut werden, nach Auskunft der Post sozialverträglich. „Man kann einen Unternehmensbereich auch kaputtsparen“, so Dahlhaus.

Dabei zeigen die heute vorgelegten Geschäftszahlen für das Jahr 2024, dass es dem Unternehmen nach wie vor gut geht. Der Konzern hat nach eigenen Angaben ein Umsatzplus von 3,0 Prozent auf 84,2 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 5,9 Milliarden Euro erzielt. Davon sollen die Aktionäre mit einer stabilen Dividende in Höhe von 1,85 Euro pro Aktie profitieren. An die Anteilseigner würde dann insgesamt eine Summe von 2,1 Milliarden Euro ausgeschüttet. Die vor zwei Tagen erzielte Tarifvereinbarung sieht hingegen zusätzliche Personalkosten bis Ende 2026 von nur rund 360 Millionen Euro vor. Dahlhaus: „Vor diesem Hintergrund finde ich es schäbig vom Postvorstand, die steigenden Lohnkosten als eine wesentliche Begründung für den Stellenabbau heranzuziehen.“

Pressemitteilung

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dpvkom.de

Quelle: DPVKOM / 6.3.2025
nach oben