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21. Januar 2026

Nutzt euer Wahlrecht


Im Interview mit dem DPVKOM Magazin erläutert unser Betriebsratskandidat Stephan de Buhr seine Beweggründe für die Kandidatur. Außerdem bewertet er die Zusammenarbeit im Betriebsratsgremium.

DPVKOM Magazin: Stephan, du kandidierst erneut zu den Betriebsratswahlen. Warum? Was ist deine Motivation?

Stephan de Buhr: Die DTSE SE steckt weiter mitten in großen Veränderungen – neue Arbeitsweisen, neue Tools, neue Organisation, neue Anforderungen. Gerade in so einer Phase finde ich es wichtig, dass Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat sitzen, die dranbleiben, nachfragen, verhandeln und Lösungen praktisch umsetzen. Meine Motivation ist ganz schlicht: gute Arbeit ermöglichen. Also Rahmenbedingungen schaffen, die nicht nur auf dem Papier gut klingen, sondern im Alltag funktionieren – egal ob im Büro, hybrid oder im Homeoffice.

DPVKOM Magazin: Du bist schon eine Weile im Betriebsrat aktiv. Was ist das Schöne an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit?

Stephan de Buhr: Das Schönste ist, wenn du merkst: Okay, das hat jetzt wirklich geholfen. Wenn Kolleginnen und Kollegen mit einem Problem kommen, wir gemeinsam eine Lösung finden – und am Ende ist es für viele einfacher, sicherer oder gerechter. Und ganz ehrlich: Ich mag auch dieses Teamgefühl, wenn man im Betriebsrat sachlich ringt, aber fair bleibt. Das ist für mich gelebte Mitbestimmung.

DPVKOM Magazin: Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Themen für die nächste Amtszeit in der DTSE SE?

Stephan de Buhr: Drei große Punkte: 

  1. Transformation mit Perspektive: Qualifizierung, Versetzungen, neue Rollen – aber so, dass niemand „zwischen den Stühlen“ landet.
  2. Personalplanung & Beschäftigungssicherung: Transparente FTE-Planung, saubere Kapazitätssteuerung, faire Kriterien bei Umbau/Verlagerung – und klare Leitplanken, damit Wissen, Qualität und Beschäftigung nicht still und leise wegrutschen.
  3. Digitalisierung & KI: sinnvoll einsetzen, aber mit Transparenz, Datenschutz und Mitbestimmung – damit Technologie uns unterstützt und nicht überrollt.

DPVKOM Magazin: Du arbeitest auch in Verhandlungen und Gremien an großen Themen mit. Was treibt dich da an?

Stephan de Buhr: Ich bin jemand, der gern vom Problem zur Lösung kommt. In Verhandlungen geht’s mir nicht um Schlagzeilen, sondern um Ergebnisse: klare Vereinbarungen, verständliche Regelungen, saubere Umsetzung. Und wenn es knirscht: dann lieber frühzeitig Konflikte bearbeiten, bevor sie eskalieren. Dafür setze ich mich auch im Kontext Konfliktberatung/Mediation ein – weil Veränderung oft Druck erzeugt, und Druck ohne Ventil macht Teams kaputt.

DPVKOM Magazin: In eurem Betriebsrat gibt es unterschiedliche Listen. Wie schaust du auf die Zusammenarbeit?

Stephan de Buhr: Ich sehe das als Stärke. Unterschiedliche Listen sind Demokratie in der Praxis – und am Ende zählt, was für die Kolleg*innen rauskommt. In der letzten Amtszeit war die Zusammenarbeit freundlich und fair, und genau so wünsche ich mir das weiterhin: sachlich, lösungsorientiert, ohne Grabenkämpfe. Gewerkschaftliche Zugehörigkeit soll kein Keil sein – sondern: Wer gute Ideen hat, bringt sie ein.

DPVKOM Magazin: Was möchtest du den Beschäftigten mitgeben, die überlegen, wen sie 2026 wählen?

Stephan de Buhr: Schaut darauf, wer dranbleibt, wer zuhört, wer verhandeln kann und wer auch in schwierigen Phasen konstruktiv bleibt. Und ganz wichtig: Nutzt euer Wahlrecht. Betriebsrat ist kein Nice-to-have – er ist euer Werkzeug, damit Veränderungen fair laufen. Ich kandidiere, weil ich genau daran weiterarbeiten will: konkrete Verbesserungen für euren Alltag in der DTSE SE.

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dpvkom.de

Quelle: DPVKOM / 21.1.2026
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